Safari 3 für Windows jetzt offiziell von Apple - vorerst beta

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Ich traute ja meinen Augen kaum, als mir Marco knapp über die Keynote von der Apple WWDC 2007 berichtete. Von jetzt an sei es möglich, den Safari unter Windows laufen zu lassen!

Für mich als Webentwickler ja eine großartige Sache, war doch Safari bisher nur den Macs vorbehalten. Endlich könnte man wirklich für alle Browser optimieren (naja – ein paar würd ich auch hier rausnehmen :) ) – oder zumindestens seine Arbeit als getestet unter Safari rausgeben und mit einem halbwegs guten Gewissen schlafen gehen.

Also bin ich kurzerhand auf http://www.apple.com/de/safari/ um mir das mal näher anzuschauen. Gleich auf der Startseite wird der Safari heftig umworben. Angeblich sei er doppelt so schnell wie der IE und gute anderthalb mal so schnell wie der Firefox 2 – und das nicht nur beim HTML-Parsing, sondern ähnliche Werte ergaben sich laut Apple auch bei der Ausführung von Javascript. Nunja – etwas sketpisch habe ich mir dann noch die anderen Features angeschaut.

Ein kurzer Abriss der Funktionen

  • Bookmarking, ähnlich dem von iTunes
  • PopUp-Blocker
  • Inline Find – markiert alle Treffer zu einem Suchwort direkt auf der Seite und hebt sie hervor
  • Tabbed Browsing
  • Snapback – um sich nicht in den Untiefen des Webs zu verliere, soll eine Snapback-Schaltfläche angezeigt werden, welche einem per Klick direkt auf die letzten Suchergebnisse oder andere Anker-Seiten springen lässt
  • Autofill – füllt Formulare automatisch aus
  • RSS Unterstützung
  • jedes Textfeld kann „dank“ Safari in der Größe verändert werden (das stell ich mir schon wieder „lustig“ fürs stylen eines Formulars vor! argh!)
  • Sicherheitseinstellungen / sicheres Browsen

Große innovative Entwicklungen hat also auch der Safari nicht zu bieten. Außer dem Snapback, der mich wirklich interessiert, gibts keine großen Unterschiede zu anderen Browsern.

Ernüchterung nach dem Download

Doch die größte Ernüchterung wartete nach dem Download auf mich, als ich den Safari gierig öffnete. Nach dem Start des Browsers (was ja wirklich ganz schnell ablief) wurde automatisch die Apple.com Seite geladen (wie sollte es auch anders sein) – aber halt: irgendwie wurde die Apple Seite nun doch „etwas“ spartanisch dargestellt – Grafiken in Menüs wurden nicht geladen und vom Inhalt keine Spur.

Hier mal der ernüchternde Screenshot:

Safari unter Windows - momentan noch sehr enttäuschend

Jetzt wird mir auch klar, warum er soo schnell rendern kann :) . Zuviel zu entdecken gibts beim weiteren Inspizieren des Browsers auch nich, denn weder das Suchfeld noch die Adressleiste scheint bereitwillig auf eine Eingabe zu warten und ein Menü für Optionen findet sich auch nicht. Will man einen tab öffne, so stürzt der Safari direkt ab – ebenso beim Versuch die Bookmarks zu öffnen. (Anmerkung: das Problem scheint es nicht auf allen Systemen zu geben; auf dem Weblog von selfhtml scheinen erste Tests gut verlaufen zu sein)

Zu hohe Erwartungen?

Zusammenfassend möchte ich mal festhalten, dass ich von einer public beta von Apple mehr erwartet hätte, als die eigene Seite schlecht gerendert darzustellen. Aber den Schritt auf die Windows-Plattform finde ich grundsätzlich erstmal fantastisch – gerade in der Webentwicklung können wir nun auch den Mac-Nutzern vorzeigbare Resultate liefern, da uns die Möglichkeit gegeben wird für den Safari zu optimieren. Das ist ein wichtiger Schritt nach vorn, wenn es auch für uns Webentwickler ab sofort einen Mehraufwand bedeuten soll :)

Mal schauen wann es einen ersten richtig funktionierenden Release-Kandidaten gibt – dann nehm ich den nochmal genauer unter die Lupe!

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